Branchen-Recruiting
Mitarbeiter für die Landwirtschaft finden: Fachkräfte und Azubis aus der Region
Ein Milchviehbetrieb kann den Melkstand nicht eine Woche stilllegen, weil die Stelle offen ist. Ein Ackerbaubetrieb braucht zur Aussaat und Ernte jemanden, der den Schlepper sicher fährt. In der Landwirtschaft ist eine offene Stelle selten ein Verwaltungsproblem. Sie fehlt sofort im Ablauf.
Gleichzeitig ist der Bewerberkreis klein: Wer für einen Hof infrage kommt, wohnt meist im Umkreis weniger Kilometer. Dieser Ratgeber zeigt, wie landwirtschaftliche Betriebe festangestellte Mitarbeiter und Auszubildende in ihrer Region erreichen.
- 6 Abschnitte
- 5 Fragen
- ca. 5 Min. Lesezeit
Inhalt
- Was die Suche in der Landwirtschaft besonders macht
- Welche Stellen Sie besetzen und wen Sie ansprechen
- So erreichen Sie Fachkräfte im Umkreis
- Azubis für die Landwirtschaft gewinnen
- Mitarbeiter halten, nicht nur finden
- Wie Weber Media landwirtschaftliche Betriebe unterstützt
- Häufige Fragen zum Recruiting in der Landwirtschaft
Was die Suche in der Landwirtschaft besonders macht
Ein kleiner Radius
Ein Hof liegt selten an der S-Bahn. Wer dort arbeitet, pendelt mit dem eigenen Auto oder wohnt in der Nähe. Bundesweite Stellenbörsen streuen deshalb breit und treffen wenige. Wirksamer ist eine Ansprache, die genau den Umkreis abdeckt, aus dem jemand realistisch täglich kommen kann.
Arbeit, die nicht nach Kalender geht
Tiere brauchen Versorgung an jedem Tag des Jahres, Ernte richtet sich nach dem Wetter. Das schreckt manche ab, andere suchen genau das. Eine ehrliche Anzeige nennt Wochenenddienste, Erntespitzen und Ausgleich offen. Sie zieht weniger, aber passendere Bewerbungen an.
Die Besten suchen nicht
Ein erfahrener Herdenmanager oder Schlepperfahrer hat in der Regel eine Stelle. Er schaut nicht auf Jobportale. Erreichbar ist er abends auf dem Smartphone, über Facebook und Instagram, und über Empfehlungen aus dem eigenen Umfeld.
Welche Stellen Sie besetzen und wen Sie ansprechen
Jede Stelle spricht eine andere Gruppe an. Je genauer die Anzeige das Profil trifft, desto weniger Streuverlust:
- Tierhaltung: Tierwirtinnen und Tierwirte, Melker, Herdenmanager. Entscheidend sind Herdengröße, Technik im Stall und Dienstplan.
- Ackerbau und Landtechnik: Schlepperfahrer, Fachkräfte Agrarservice, Landmaschinenmechaniker. Entscheidend sind Maschinenpark, Führerscheinklasse T oder CE und Einsatzgebiet.
- Betriebsleitung und Fachkräfte: Landwirtinnen und Landwirte, Agrarbetriebswirte. Entscheidend sind Verantwortung, Betriebsgröße und Entwicklungsperspektive.
- Quereinsteiger: Menschen aus Handwerk, Bau oder Logistik, die Maschinen bedienen und draußen arbeiten wollen. Entscheidend ist eine gute Einarbeitung.
So erreichen Sie Fachkräfte im Umkreis
Regional ausgespielte Anzeigen
Social-Media-Anzeigen lassen sich auf einen Umkreis um den Hof begrenzen. So sehen sie genau die Menschen, die täglich pendeln könnten. Bilder vom echten Betrieb, vom Stall, von den Maschinen und vom Team wirken stärker als jedes Symbolbild.
Der Arbeitsalltag als Argument
Wer in der Landwirtschaft arbeiten will, interessiert sich für die Arbeit selbst. Welcher Schlepper, welcher Melkroboter, wie viele Kühe, welche Kulturen? Diese Details gehören in die Anzeige. Sie zeigen Fachleuten, dass hier jemand weiß, wovon er spricht.
Ein Bewerbungsweg ohne Hürden
Viele Bewerber aus der Landwirtschaft haben keinen aktuellen Lebenslauf. Ein kurzer Bewerbungsweg mit wenigen Fragen zu Erfahrung, Führerschein und Wohnort reicht für den ersten Schritt. Das Gespräch auf dem Hof sagt ohnehin mehr als jedes Anschreiben.
Azubis für die Landwirtschaft gewinnen
Früh beginnen, Eltern mitdenken
Die Ausbildung beginnt in der Regel im August. Viele Jugendliche entscheiden sich aber schon ein Jahr vorher. Wer erst im Frühjahr sucht, trifft auf die, die noch nichts gefunden haben. Bei Schülerinnen und Schülern entscheiden die Eltern oft mit. Sprechen Sie beide an.
Die Kanäle der Jugendlichen
Jugendliche erreichen Sie über Instagram und TikTok, kaum über klassische Jobportale. Kurze Videos aus dem Alltag auf dem Hof funktionieren besser als Hochglanz. Zeigen Sie, wer die Azubis betreut und was sie im ersten Jahr selbst machen dürfen.
Praktikum als Einstieg
Ein Praktikum oder ein Probetag auf dem Hof senkt die Hürde für beide Seiten. Viele Ausbildungsverhältnisse in der Landwirtschaft beginnen so. In der Landwirtschaft ist es zudem verbreitet, während der Ausbildung den Betrieb zu wechseln. Das ist eine Chance: Gute Azubis anderer Betriebe suchen einen Platz für das nächste Ausbildungsjahr.
Ausbildungsstellen auf Jobflare
Ausbildungsplätze lassen sich zusätzlich als Stellenanzeige auf Jobflare veröffentlichen. Dort sind sie für Google und für Schülerinnen und Schüler auffindbar, die gezielt nach einem Ausbildungsplatz suchen.
Mitarbeiter halten, nicht nur finden
Die ersten Wochen entscheiden
Wer neu auf einen Hof kommt, braucht eine feste Bezugsperson und einen klaren Plan für die ersten Wochen. Fehlt das, gehen gerade Quereinsteiger schnell wieder. Eine gute Einarbeitung ist günstiger als die nächste Suche.
Was über den Lohn hinaus zählt
Planbare freie Wochenenden im Wechsel, moderne Technik, Wohnraum in der Nähe, Weiterbildung zur Meisterin oder zum Meister: Das sind Argumente, die in der Anzeige stehen sollten, wenn es sie gibt. Sie unterscheiden einen Betrieb vom nächsten.
Wie Weber Media landwirtschaftliche Betriebe unterstützt
Weber Media setzt Recruiting-Kampagnen für Betriebe aus Landwirtschaft und Gartenbau auf. Wir legen fest, wen Sie im Umkreis Ihres Betriebs ansprechen, erstellen die Anzeigen mit Bildern aus Ihrem Alltag und bauen einen kurzen Bewerbungsweg. Die Bewerbungen gehen direkt in Ihr Bewerbermanagement. Sie haben einen festen Ansprechpartner. Für Saisonkräfte gelten eigene Regeln, dazu gibt es einen eigenen Ratgeber.
Häufige Fragen zum Recruiting in der Landwirtschaft
Wo finde ich Mitarbeiter für die Landwirtschaft?
Vor allem im Umkreis des Betriebs. Regional ausgespielte Anzeigen auf Social Media erreichen Fachkräfte, die nicht aktiv suchen. Empfehlungen aus dem eigenen Umfeld und Fachschulen ergänzen das.
Wie finde ich Azubis für die Landwirtschaft?
Früh, also etwa ein Jahr vor Ausbildungsbeginn, über Instagram und TikTok und mit Praktika oder Probetagen auf dem Hof. Sprechen Sie auch die Eltern an. Ausbildungsplätze lassen sich zusätzlich auf Jobflare veröffentlichen.
Lohnen sich Quereinsteiger in der Landwirtschaft?
Für viele Tätigkeiten ja, etwa in der Landtechnik oder Tierhaltung, wenn die Einarbeitung stimmt. Menschen aus Handwerk, Bau oder Logistik bringen Maschinenverständnis und Belastbarkeit mit.
Was gehört in eine Stellenanzeige für die Landwirtschaft?
Konkrete Angaben zum Betrieb: Tierbestand oder Kulturen, Technik, Dienstplan, Wochenenden, Führerschein, Wohnmöglichkeit. Echte Fotos vom Hof wirken stärker als Symbolbilder.
Wie unterscheidet sich das von der Suche nach Saisonkräften?
Saisonkräfte kommen für einen festen Zeitraum, oft aus dem Ausland, mit eigenen rechtlichen Regeln. Festangestellte kommen meist aus der Region und entscheiden langfristig. Beides braucht eine andere Ansprache.
Passende Leistungen
Offene Stelle auf dem Hof?
Schildern Sie uns Stelle, Betrieb und Region. Wir sagen Ihnen, wie wir die passenden Menschen in Ihrem Umkreis ansprechen würden.
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